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Kinder-Garten im Kindergarten. Gemeinsam Vielfalt entdecken!

„Aus Alt mach Neu“ - Ein Recycling-Lehmhaus für die Kita Kieselstein

Die Kita Kieselstein hat sich seit ihrer Eröffnung im Jahr 1996 stark entwickelt. Anfangs war das Außengelände noch recht karg gestaltet. Kurzerhand schlossen sich engagierte Eltern und Erzieher zusammen und planten eine naturnahe Neugestaltung. Auf Wunsch der Kinder entstand zunächst ein Hügel mit Tunnel. Es folgten ein Hochbeet, ein Weidentipi und eine Kräuterspirale. Als besonderes Highlight wünschten sich die Kinder und Erwachsenen ein kleines Fachwerkhaus aus Lehm, das dem nun naturnah gestalteten Garten als Spielhaus dienen soll.

  • Der alte Sandkasten soll dem neuen Spielhaus Platz machen
  • Groß und Klein bauen am Fundament
  • Jede Hilfe zählt – auch die Jüngsten unterstützen den Bau tatkräftig
  • Schon bald steht das Gerüst für das kleine Fachwerkhaus
  • Mit fachmännischer Unterstützung der Eltern entsteht das Dach
  • Der Rohbau steht – Richtfest
  • Der Giebel wurde mit Holz verschalt...
  • ... und die Gefache mit Lehmsteinen ausgemauert und mit Lehm verputzt
  • Fertig! Voller Stolz sind die Kinder ins selbstgebaute Haus eingezogen

Mit vereinten Kräften wurde Geld gesammelt und die örtlichen Unternehmen aktiviert. Sie kamen in Kontakt mit einem Baustoffrecycler aus Lemgo. Dieser restauriert alte Fachwerkhäuser und bereitet die wertvollen Werkstoffe auf. Die Firma lieferte alte Balken und Bodendielen, die dem Haus - getreu dem Motto „Aus Alt mach Neu“- ein neues Leben geben sollte. Die großen und kleinen Helfer der Kita mussten zuerst die Balken von hunderten von Nägeln befreien, ehe sie diese verbauten. Das Füllmaterial, Lehmsteine und Lehm, für das kleine Fachwerkhaus spendete eine Firma, die ökologisches Baumaterialial verteibt. Das örtliche Sägewerk lieferte das Holz für das Dach. Endlich konnte der Bau beginnen.

Mit vielen helfenden Händen baute sich die Kita Kieselstein ihr eigenes kleines Lehmhaus. Groß und Klein waren begeistert vom Lehm als ökologisches Baumaterial. Die Verarbeitung war sehr leicht. Besonders begeisterte alle Beteiligte, wie man aus aus den alten Balken etwas völlig Neues schaffen konnte.

Die offene Bauweise macht das Haus zu einem flexiblem Spielraum. Ab und zu dient einer der Balken, der von einem Fenster zum anderem reicht, als Balancier-Parcour. Das Haus fügt sich gut in das naturnah gestaltete Außengelände ein. Rund herum wurde Duftrasen gepflanzt und Blumensamen gesät. Nachbarn und Senioren aus dem benachbarten Seniorenwohnheim verfolgten den Bau und staunten nicht schlecht. „Sie sind ja wahre Künstler!“, sagte einer der Bewohner.