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Kinder-Garten im Kindergarten. Gemeinsam Vielfalt entdecken!

Saatgutkugeln – Praxisbeispiel aus Wahlwies

Kaum zu glauben, aber wahr. Erst seit gut einem Jahr gibt es den KinderSinnesGarten des Waldorfkindergartens Wahlwies, der seine Aufgabe als Botschafter für die biologische Vielfalt sehr ernst nimmt...

Engagierte Eltern und Kinder nahmen beispielsweise mit einem Stand an zwei Tagen der offenen Tür der Kräutergärtnerei Syringa teil. Die Gärtnerei ist von Anfang an eine treue Spenderin von Saatgut. Sie ist vor allem durch ihre Blumenwiesenmischungen bundesweit bekannt.

  • Fotos: Daniel Schaarschmidt-Kiener und Susanne Kiener, Waldorfkindergarten Wahlwies
  • Fotos: Daniel Schaarschmidt-Kiener und Susanne Kiener, Waldorfkindergarten Wahlwies
  • Fotos: Daniel Schaarschmidt-Kiener und Susanne Kiener, Waldorfkindergarten Wahlwies
  • Fotos: Daniel Schaarschmidt-Kiener und Susanne Kiener, Waldorfkindergarten Wahlwies
  • Fotos: Daniel Schaarschmidt-Kiener und Susanne Kiener, Waldorfkindergarten Wahlwies
  • Fotos: Daniel Schaarschmidt-Kiener und Susanne Kiener, Waldorfkindergarten Wahlwies

Genau solche Blumenmischungen gab es am Stand des KinderSinnesGartens. Aus eigener Ernte versteht sich, und gerne auf individuelle Bestellung. Für Besucher, die nur einen kleinen Balkon zur Verfügung haben, kamen kleine Samen wie Wildkräuter, Ringelblume und Hundskamille in die Kugeln. Wer ein ganzes Beet zur Verfügung hat, bekam auch große Blumen wie Stockrosen, Lupine und Malve in die Mischung. Selbst ganz kleine Besucher machten schon mit beim Mischen und Kugelformen. Erst den Ton zerschlagen, dann sieben und mit Komposterde und Blumenerde sowie Wasser vermischen. Dann den „Teig“ kneten und zu unterschiedlich großen Kugeln formen: fertig ist die Saatgutkugel.

Zudem wurden am Stand verschiedene Nisthilfen und allerlei Leckereien aus dem KinderSinnesGarten angeboten: von Kräutersalz über Blütenzucker, Teemischungen, Salben mit Heilkräutern bis zu gepresstem Apfelsaft von Streuobstwiesen. Die Besucher kauften die selbst hergestellten Spezialitäten fleißig. Der Erlös kommt dem KinderSinnesGarten zugute.

Ein weiterer Aktionstag nach ähnlichem Muster fand in der kleinen Staudengärtnerei „Garten und Freiraum“ statt. In der „Kindergärtnerei“ konnten die jungen Besucherinnen und Besucher beispielsweise lernen, wie man sät, topft, Stecklinge steckt und welche Pflanzen essbare Blüten haben. Ein Imker zeigte, wie Bienen leben und wie Honig entsteht. Zwei von den vier Euro Eintritt gingen jeweils als Spende an den KinderSinnesGarten. Mit ihren Aktionen verknüpfen die engagierten Eltern und Kinder drei gute Dinge miteinander: Sie schaffen Bewusstsein für die biologische Vielfalt, präsentieren ihre Aktivitäten und nehmen Geld für ihr Projekt KinderSinnesGarten ein. Und Spaß haben alle Beteiligten dabei obendrein!