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Kinder-Garten im Kindergarten. Gemeinsam Vielfalt entdecken!

Kita Liebfrauen: Sommerfest unter dem Motto Vielfalt

Himbert, Maskottchen des Projekts „Kinder-Garten im Kindergarten“, zeigt auf Plakaten und bunten Luftballons den Weg zum Sommerfest der Kita Liebfrauen. Leiterin Maria Wittenbrink-Buz und ihr Team haben sich einen heißen Tag dafür ausgesucht. Frankfurt am Main bei 36 Grad Celsius im Schatten. Doch im Hinterhof der Kita spenden hohe Bäume zum Glück viel Schatten. Erster Programmpunkt ist an diesem Tag Anfang Juli die feierliche Einweihung des neuen Baumhauses. Kindergartenkinder haben hierzu gleich zwei Stücke auf Trommeln einstudiert und sorgen für ausgelassene Stimmung.

„Das Projekt „Kinder-Garten im Kindergarten“ hat uns motiviert, die naturnahe Gestaltung unseres Spielplatzes weiter konsequent umzusetzen“, erklärt Kita-Leiterin Wittenbrink-Buz. Der Spielraum im Hinterhof war renovierungsbedürftig; ein Etat zur Neugestaltung über den Träger der Einrichtung, die Caritas, gesichert. Das Kita-Team entschied sich für ein Baumhaus, das wunderbar zum riesigen Ahorn in der Mitte des Spielplatzes passt und den Kindern viel Raum zum freien Spiel lässt. Das Baumhaus wurde vom Fachmann Markus Strüver konzipiert und gebaut, der sowohl sicherheitstechnische als auch pädagogische Kriterien im Blick hat.

Vielfalt erleben

Unter dem Motto Vielfalt stand auch das diesjährige Sommerfest im Rahmen der Gemeinschaftsaktion des Netzwerkes „Kinder-Garten im Kindergarten“. Klein und Groß konnten in spannenden Spielen die Vielfalt der Natur entdecken: Dazu gehörten ein Barfußpfad, in dem die Kinder Sand, Rindenmulch, Holzspäne, Laub und Moos unter den nackten Füßen spürten. Auch die Hände fühlten: Federn, Holzspäne, Steine oder Fichtenzapfen? An der Riechstation wurden mit verbundenen Augen verschiedene Kräuter erschnuppert; probieren war natürlich auch erlaubt.

Basilikum, Pfefferminze, Rosmarin: Schon die Kleinen kennen den Geschmack, denn die Kindergartenkinder hegen, pflegen und ernten die Kräuter für das Mittagessen oder die Limonade selbst. Die Töpfchen stehen im Hinterhof. Zum nahe gelegenen kleinen Garten in der städtischen Parkanlage gehen die Erzieherinnen und Erzieher mit den Kindern circa zehn Minuten. Dort bauen alle gemeinsam Wildblumen, Kräuter und Gemüse an – mitten in der Großstadt und nur einen Steinwurf von Frankfurts größter Einkaufsstraße und dem Bankenviertel entfernt. Ein zweiter, größerer Garten liegt am Stadtrand im Stadtteil Seckbach. Einmal pro Woche machen die Erzieherinnen und Erzieher mit den Kindern einen Ausflug zum Kleingarten, wo Kartoffeln, Tomaten, Kürbisse und Co. angebaut werden. Das Schönste ist die Ernte. Und die in der Kita selbst zubereite Suppe schmeckt den Kleinen dann noch einmal so gut.