leben.natur.vielfalt - das Bundesprogramm

Kinder-Garten im Kindergarten. Gemeinsam Vielfalt entdecken!

Kita pflanzt Streuobstwanderweg

Die Kindertagesstätte Mater Christi setzt besonders viel daran, den Kindern ihre Umwelt zu erklären. Bei regelmäßigen Exkursionen, Wald- und Wiesenwochen erleben die Kleinsten hautnah die Vielfalt der Natur. Im Spätsommer letzten Jahres machten sich die Erzieherinnen und Erzieher Gedanken zur Biodiversität. Schnell kam das Thema Sortenvielfalt ins Gespräch. Viele Kinder kennen einzelne Obstsorten, doch selten kommen diese aus dem regionalen Anbau. Die Kinder sollten die älteren, fast in Vergessenheit geratenen heimischen Sorten kennenlernen.

  • Biogärtner Andreas Gindhart erklärt im Mini-Workshop, wie die Obstbäume richtig eingepflanzt und gepflegt werden
  • Die Väter helfen zusammen mit den Kindergartenkindern tatkräftig, die Bäume für den Wanderweg einzupflanzen
  • Auch die kleinsten Helfer graben Loch für Loch
  • Die schwere Arbeit wird gemeinsam von den Vätern übernommen
  • Infotafeln informieren Jung und Alt über die Obstbäume auf dem Wanderweg

Der Kindergarten wollte selbst aktiv werden und entwickelte schnell die Idee eines Obstbaumwanderweges, damit auch über den Kinder-Garten-Zaun hinaus dieses Thema behandelt wird. Um diesen auch entsprechend planen und umsetzen zu können, erhielten die Erzieherinnen und Erzieher Unterstützung von einem Experten des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND). Praktische Erfahrungen machte der Kindergarten außerdem bei einer Exkursion zu einer Obstbaumallee. Begeistert von der Sortenvielfalt, brachten die Kinder verschiedene Äpfel mit in die Kita und erforschten, um welche Sorte es sich handelte.

Der Kindergarten sprach zahlreiche Sponsoren an und konnte mit ihrer Unterstützung auf dem Wanderweg viele verschiedene Obstbäume pflanzen. Der Biogärtner Andreas Gindhart stand den Erzieherinnen und Erziehern bei der Auswahl der Sorten sowie beim fachmännischen Baumpflanzen und -schnitt beratend zur Seite. Es wurden robuste Bäumchen ausgesucht, die das Allgäuer Klima gut vertragen.

In einer Vater-Kind-Aktion im April wurden die jungen Bäume eingepflanzt. An den vier bis sechs Stationen informieren Schilder über Biologische Vielfalt, Streuobstwiesen und Artenschutz. Der Marienkäfer Himbert, das Netzwerkmaskottchen, sorgt auf den Infotafeln bei den Kleinsten mit spannenden Aufgaben, interessanten Geschichten oder tollen Tipps für Spiele für lustige Abwechslung.

Viele helfende Hände der Stadt, der Pfarrgemeinde und der engagierten Eltern machten die Umsetzung des Projekts möglich und kümmern sich weiterhin um die Pflege des Wanderweges. Der erste Apfel wurde übrigens schon geerntet und gerecht zwischen allen Kindern aufgeteilt.