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Kinder-Garten im Kindergarten. Gemeinsam Vielfalt entdecken!

Himbert hilft!

Mein Name ist Himbert,

ich bin das Maskottchen vom Netzwerk "Kinder-Garten im Kindergarten". Der Naturgarten ist mein Zuhause. Da kenne ich mich aus.

Wenn ihr Fragen zu eurem Kinder-Garten oder zur biologischen Vielfalt habt, meldet euch bei mir.

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Forsythie: Kein Nektar für Wildbienen

Wir haben in unserem Garten eine große Forsythie, die wunderschön blüht, aber es summen keine Bienen auf ihren Blüten? Den Löwenzahn fliegen sie andauernd an. Warum?

Na, das habt ihr aber scharf beobachtet! Genau das war mir vor einiger Zeit auch aufgefallen und ich habe meine Freundin Wilma, die Wildbiene gefragt, woran das eigentlich liegt. Sie hat mir erklärt, dass es bei der Forsythie leider kein bisschen Nektar und Pollen zu holen gibt. Zu Anfang wusste Wilma das nicht und wurde von den herrlich gelben Blüten angelockt... um dann nach gähnender Leere erfolglos wieder abzufliegen.

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Auf gute Nachbarschaft

Wir wollen in unserem Garten Erdbeeren, Gurken und Tomaten anpflanzen. Können wir einfach alle drei nebeneinander einpflanzen?

Wie wir Menschen sind alle Pflanzenarten unterschiedlich. Jede Pflanzenart braucht andere Nährstoffe aus dem Boden. Außerdem sind die Pflanzen und vor allem ihre Wurzeln, genau wie wir Menschen, unterschiedlich groß und lang. Und dann riechen alle Pflanzen unterschiedlich, weshalb sie manche Nachbarn besonders gerne mögen.

Deshalb solltet ihr beim Bepflanzen eures Gartens darauf achten, dass Pflanzen immer genug zu essen und Platz haben und neben einem ihrer Lieblingsnachbarn stehen. Am besten funktioniert das wenn ihr unterschiedliche Pflanzenarten mischt. Das heißt dann übrigens Mischkultur. Ihr könnt euch das vorstellen wie bei einem Memory. So wie ihr auf dem Tisch alle Karten mischt, mischt ihr auch die Pflanzenarten in eurem Garten.

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Rosengallwespe

Wir haben in unserer Rosenhecke eine wunderschönes behaartes „Knäul“ gefunden, von dem wir ein Bild schicken. Es ist keine Rose, aber was dann?

Als ich mir euer Bild angeschaut habe, dachte ich mir gleich: Ihr habt bestimmt toll blühende Wildrosen bei euch im Garten stehen! Was ihr da gefunden habt, ist nämlich das Kinderzimmer vom Nachwuchs der „Gemeinen Rosengallwespe“. Und die behaarte Kugel auf eurem Bild nennt man Galle. Aber das klingt nicht sehr schön, deswegen mag ich den Namen Rosenapfel viel lieber. So nennt man das Knäul auch.

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Holzbiene

Wir haben so eine wunderschöne Hummel mit blauen Flügeln und einem grauen Rücken bei uns im Garten gesehen. Wie heißt sie und welchen Nektar mag sie gerne?

Wow, das ist ja toll: So ein Insekt habe ich noch nie gesehen. Weil es bis auf die blau-violetten Flügel Ähnlichkeit mit meiner Freundin Hannah hat, habe ich die mal gefragt. Hannah ist eine Hummel, und sie war ein bisschen sauer, dass sie Ähnlichkeit mit dem unbekannten Flugobjekt in eurem Garten haben soll. Sie wusste nämlich sofort zu berichten, dass es sich um eine Wildbiene handelt: die große, blaue Holzbiene. Sie ist eine eher entfernte Verwandte von ihr. Hannah hat mir erzählt, dass sie es ein bisschen komisch findet, dass diese Holzbiene, die von fast allen Hummeln um ihre Schönheit beneidet wird, ganz allein in einem schon ziemlich alten Holzstamm lebt.

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Schokoladenbaum

Wir haben im vergangenen Jahr viel in unserem Kinder-Garten angebaut und gelernt, wo unser Essen herkommt und wie es wächst. Bald ist Weihnachten, und wir freuen uns schon sehr auf leckere Schokoladenweihnachtsmänner. Aus welcher Pflanze wird eigentlich Schokolade gemacht? Können wir die auch in unserem Garten pflanzen?

Oh ja, es wäre natürlich toll, einen Schokoladenbaum zu pflanzen! Um eure Frage zu beantworten, habe ich mit meiner Freundin Blanca gesprochen. Sie ist eine kleine Mücke aus Mittelamerika und ihre Aufgabe ist es, Kakaobäume zu bestäuben. Die Früchte des Baumes sind die wichtigste Zutat von Schokolade.

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Schmetterling mit roten Punkten

Wir haben so eine Art Schmetterling mit roten Punkten bei uns im Garten gesehen. Wie heißt er und welchen Nektar mag er gerne?

Mensch, das ist ja toll: Ihr habt einen Schmetterling mit Punkten in eurem Garten. Rot auf Schwarz, genau umkehrt wie bei mir! Wegen dieser leuchtend roten Punkte auf schwarzem Vorderflügel nennen manche Leute diesen Schmetterling auch Blutströpfchenfalter. Weil es ja gar kein richtiges Blut ist, finde ich den anderen Namen Widderchen für den Schmetterling viel besser. Den hat er bekommen wegen seiner besonderen Fühler. Sie sind etwas verdickt und gebogen und sehen deshalb ein bisschen wie die Hörner von einem Widder aus. Widderchen naschen gerne den Nektar von Wiesenblumen und Klee. Und sie werden meistens nur so um die zwei Wochen alt. Das macht mir gerade etwas Sorge, weil mein Nachbar, Winni Widder nun schon seit einer Woche bei uns im Garten ist...

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Nisthilfe für Wildbienen

Wir sehen auf unseren Spaziergängen inzwischen sehr oft Holzklötze mit Löchern drin. Wohnen Wildbienen darin? Und warum sind die Löcher unterschiedlich groß, manchmal in die Ringe vom Holz gebohrt und manchmal in die lange Seite?

Stimmt, diese Wildbienenhäuser sind mir auch schon aufgefallen. Sie scheinen in den letzten Jahren ein richtiger Trend geworden zu sein. Und das freut mich sehr, denn meine Freundinnen die Wildbienen leiden sehr unter Wohnungsnot. Die brauchen sie aber unbedingt, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Wir Marienkäfer legen unsere Eier ganz unkompliziert an der Unterseite von Blätter ab und hoffen darauf, dass unsere Larven so schon genug zu fressen bekommen. Deshalb wusste ich nicht so genau, weshalb das mit den Wohnungen für die Wildbienen nun so wichtig ist und habe mal meine Freundin Wilma, die Wildbiene, gefragt.
Wilma hat mir erzählt, dass sie selbst in einem Wildbienenhaus zur Welt gekommen ist. Sobald sie „aus dem Haus“ war, hat sie sich auf die Suche nach einem passenden Mann gemacht. Oder naja, wohl besser eine Menge Männer haben sich auf die Suche nach ihr gemacht. Nachdem der Traumprinz gefunden war, ging Wilma auch direkt daran, eine passende Wohnung zu suchen. Da hat Wilma ziemlich hohe Ansprüche, denn schließlich sollen ihre Kinder gut behütet aufwachsen. Wichtig ist ihr, dass die Wohnung trocken ist und vor Regen geschützt. Deshalb ist ein Dach toll, und wenn das Haus dann noch in Richtung Süd-Osten ausgerichtet steht, dann ist Wilma richtig glücklich.
Zudem gibt es noch ein paar wichtige Sachen zu bedenken. Wenn die Löcher im Durchmesser zu groß sind, kostet es Wilma zu viel Mühe, die großen Öffnungen zu verschließen. Toll findet sie Löcher mit Durchmessern zwischen zwei und acht Millimetern. Außerdem legt Wilma viel Wert auf ihre Gesundheit. Wenn das Holz oder die Schilfstängel an der Öffnung nicht schön glatt geschliffen sind, hat Wilma Angst dass sie sich an den abstehenden Holzsplittern ihre empfindlichen Flügel aufreißt. Deshalb findet Wilma auch Nadelholznisthilfen nicht so toll und freut sich umso mehr über Nisthilfen aus Hartholz. Auch wenn schon von Anfang an klar ist, dass die Wohnung schnell baufällig wird oder dass es Schimmelprobleme geben wird, ist Wilma vorsichtig. Und das kann sie leicht erkennen: Wenn bei den Hölzern ins Stirnholz gebohrt wird (wenn man also die Jahresringe sieht), dann reißt das Holz leicht auf, und in die Risse können Feuchtigkeit und Schimmelpilze eindringen. Dass in so einer Wohnung keine gesunden Kinder großwerden können, ist ja klar.
Und dann hat sie noch einen ganz besonderen Wunsch: groß genug sollte sie auch sein, die Wohnung. Das heißt die Niströhre sollte mindestens 15 Zentimeter (cm) tief sein, besser wären aber 20 oder 25 cm. Denn bei den Bienen hat die Natur das so angelegt, dass umso mehr Jungs auf die Welt kommen, je kleiner die Wohnung ist. „Klar sind Jungs toll“, sagt Wilma, aber wer will schon eine reine Jungs-Rasselbande daheim? Und außerdem müssen die Mädels ja dafür sorgen, dass es auch im nächsten Jahr wieder Wildbienen-Nachwuchs gibt.
Wilma hat übrigens inzwischen eine geeignete Wohnung gefunden, die ihre Ansprüche total erfüllt. Die Eier hat sie schon gelegt und ein ordentliches Pollenpakte dazu gepackt, damit die Kids auch was zu essen haben. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass sie gut durch den Winter kommen.

Unbekanntes Flugobjekt

Wir haben in unserem Kindergarten-Garten ein Tier entdeckt. Was ist denn das? Ein Schmetterling? Oder ein Nachtfalter? Es war aber ganz heller Nachmittag... Es flog auch die ganze Zeit nicht weg... Weißt Du, was das ist? Und warum es so lange da saß?

Ich habe mir euer Bild mal angeschaut und gleich einen Nachbarn erkannt: Mein guter Freund Lindo, er ist ein Lindenschwärmer. Das sind Schmetterlinge, die aber besonders gerne nachts aktiv sind. Deswegen nennt man sie auch Nachtfalter. Ich habe auch schon oft beobachtet, dass Freunde von Lindo lange einfach so herumsaßen, ohne sich zu bewegen, bevor sie endlich losgeflogen sind. Und mein Freund konnte mir das erklären.
Wie alle Schmetterlinge sind auch die Nachtfalter zuallererst in ihrem Leben Raupen. Sie schlüpfen aus den Eiern und fressen dann eine ganze Zeitlang gaaanz viele Blätter, bis sie so satt sind, dass sie sich nicht mehr bewegen können. Die Raupen des Lindenschwärmers mögen besonders gerne Lindenblätter, aber auch Ulmenlaub und Blätter vom Haselnussbaum. Wenn sie dann satt sind, verpuppen sie sich an einem sicheren Ort und bleiben dort, bis sie als fertiger Schmetterling zum Schlüpfen bereit sind.
Die harte Hülle, mit der sie sich verpuppen, heißt übrigens "Kokon". Wenn die fertigen Lindenschwärmer aus diesem Kokon geschlüpft sind, setzen sie sich erst einmal in die Sonne, bis die Flügel schön trocken sind und sie genug Kraft haben, um loszufliegen!
Wahrscheinlich habt ihr gerade einen Lindenschwärmer gesehen, der sich nach dem Schlüpfen in der Sonne ausgeruht hat, bevor seine Reise beginnt.

Lindo hat mir erzählt, dass er und seine Freunde im Sonnenuntergang durch den Wald fliegen, um dort eine Frau Nachtfalter zu finden, die sie lieb hat. Das finde ich sehr romantisch, ihr nicht auch?
Übrigens ist es toll, dass ihr den Schmetterling nicht gestört habt, als ihr ihn dort entdeckt habt. Lindo war ganz begeistert, als ich ihm das erzählt habe. Er meinte, ihr seid echte Tierfreunde und lässt euch herzlich grüßen!

Schnake

Wir haben bei uns im Garten ein Tier entdeckt, es hat sechs Beine und einen langen Saugrüssel. Wir haben in einem Buch gesucht und es gefunden. Es heißt Schnake, wir nennen dieses Tier immer Brüderkumpel. Bitte Himbert, kannst du uns etwas über dieses Insekt erzählen?

Vielen Dank für eure Frage. Gerne erzähle ich euch etwas über das Insekt, das ihr so interessant findet.

Wisst ihr, es ist lustig, jeder nennt die Schnaken anders. Manche sagen Pferdemücken zu ihnen, oder Langbein. Andere nennen sie Hexer oder Schuster.

Und die Biologen nennen sie Tipula. Daher kommt auch der Name meiner Nachbarin, sie heißt Tipi, die Schnake.

Tipi ist manchmal ziemlich traurig, das merke ich oft, wenn sie den Schmetterlingen zusieht und dabei ein bisschen Nektar schlürft. Sie hat mir auch erzählt, warum. Sie sagt, Kinder lieben Schmetterlinge, aber Tipi finden sie nicht hübsch! Die Schnaken haben ja, wie ihr selbst gesehen habt, sehr lange Beine, sehr lange Flügel und einen Saugrüssel. Dieser Saugrüssel ist so etwas wie ein ganz eigener Strohhalm zum Trinken von Blütennektar und Regentropfen. Und warum ist Tipi nun traurig? Weil die Kinder und auch viele Erwachsene Angst vor ihr haben, denn sie denken, Schnaken wie Tipi können stechen, wie die Mücken, mit denen sie verwandt sind. Aber das können sie nicht. Viele Kinder finden die langen, dünnen Beine auch "eklig" und schreien, wenn sie Tipi sehen. Dabei ist sie sehr, sehr nett, das kann ich euch sagen! Sie fliegt sehr gerne im Sonnenuntergang umher, in Schwärmen mit anderen Schnaken. Wenn ihr also einmal einen Verwandten von Tipi seht, braucht ihr keine Angst zu haben, sie sehen vielleicht merkwürdig aus, tun aber Menschen gar nichts an.

So, jetzt habe ich euch alles erzählt, was ich zu den Schnaken herausfinden konnte. Ich hoffe, es hat euch geholfen! Ihr könnt mich sehr gerne wieder fragen, wenn ihr etwas im Garten beobachtet, das ihr nicht versteht. Ich freue mich immer, wenn in meinem Marienkäfer-Postkasten ein kleiner Brief liegt!

Eichhörchen - rot und grau

Wir sind ein Waldkindergarten und gehen deswegen auch fast jeden Tag hinaus in den Wald, um Tiere zu beobachten. Wir sehen ganz viele Eichhörnchen, aber bei uns gibt es nur sehr wenige rote Eichhörnchen, die meisten sind grau. Sind die roten und die grauen unterschiedliche Arten?

Es ist lustig, dass ihr mich das fragt, denn erst gestern war ich bei Herr Eichhorn zum Haselnusskuchen-Essen eingeladen. Er und seine Frau haben eine kleine, nette Baumhöhle gleich in der Nähe. Ich war eingeladen, weil Herr und Frau Eichhorn die Geburt ihrer Jungen gefeiert haben. Es war sehr schön. Aber nun zu eurer Frage: Frau Eichhorn ist ein graues und Herr Eichhorn ist ein rotes Eichhörnchen. Sie verstehen sich prächtig, aber Frau Eichhorn hat einen kleinen Akzent, denn ihre Vorfahren kommen aus Canada. Sie ist eigentlich auch eher ein Grauhörnchen, als ein Eichhörnchen. Und man sieht nun an den Jungen: Sie sind alle grau, wie ihre Mama, obwohl Herr Eichhorn selbst ja ein rotes Eichhörnchen ist. Daran könnt ihr sehen, dass die Grauhörnchen „dominant“ sind, das heißt also, dass die Kinder von Grauhörnchen auch grau werden, egal ob der andere Partner grau oder rot war. Ich glaube bei euch Menschen ist es oft so ähnlich mit den braunen Haaren, sie vererben sich leichter als blonde Haare. Natürlich gibt es aber auch Ausnahmen. Es kann nun aber sein, dass es bald nicht mehr viele rote Eichhörnchen in unseren Wäldern gibt, hat mir Herr Eichhorn erzählt. Und das wäre natürlich sehr schade. Es passiert oft, dass mit Schiffen oder anderen Transportmitteln fremde Arten zu uns gebracht werden. Man nennt sie dann „invasiv“. Das kann ein Problem werden, weil sie oft die alten, heimischen Arten verdrängen, bis diese aussterben. Aber Herr Eichhorn liebt seine Frau sehr, ob sie nun grau ist, oder rot. Und das ist ja das Wichtigste.

Tomatenstrunk - giftig?

Warum sollen wir immer den grünen Strunk aus den Tomaten schneiden, bevor wir sie essen? Stimmt es, dass er giftig ist?

Das ist wirklich eine wichtige Frage, weil Kinder und auch Erwachsene so gerne Tomaten essen. Es gibt die leckeren, roten Früchte ja auch in vielen Formen und Farben. Von den kleinen Cherry-Tomaten über Cocktailtomaten bis hin zu Fleischtomaten und Flaschentomaten kann man im eigenen Garten alles anpflanzen. Ich habe nun einmal bei mir auf der Wiese ein paar Käfer gefragt, die sich gerne im Gemüsebeet tummeln und Gemüse anknabbern. Tom ist ein guter Freund von mir, er isst besonders gern Tomaten. Er hat mir erzählt, dass er auch den grünen Strunk vermeidet, genauso wie den Stängel. Der Grund ist, dass sich im Strunk ein Stoff befindet, das Solanin. Und Solanin kann Bauchweh machen, wenn man zu viel davon isst. Dieser Stoff ist übrigens auch in Kartoffeln, wenn man sie am Licht lässt und sie grün werden. Wisst ihr warum? Kartoffeln und Tomaten gehören zu derselben Familie, den „Nachtschattengewächsen“. Aber Tom meinte, dass ihr euch keine Sorgen zu machen braucht, wenn ihr ein paar Tomaten mit Strunk gegessen habt. Vor allem bei den ganz kleinen Cocktailtomaten ist der Strunk so winzig, dass es nichts ausmacht. Bei den großen, sagt Tom, ist es aber immer besser, vorsichtshalber das Grüne zu entfernen. Übrigens: Unreife, grüne Tomaten esst ihr am besten gar nicht, denn da ist besonders viel Solanin drin.

Gelbe Marienkäfer - Winterschlaf?

Im Wald haben wir an Baumwurzeln, unter Laub und Erde ganz viele gelbe Marienkäfer gefunden, machen die da Winterschlaf, dürfen wir sie ausgraben und anschauen?

Ich glaube, ihr habt im Wald meine Verwandten, die gelben Marienkäfer, gefunden. Sie heißen anders als die Familie, der ich angehöre, man nennt sie Zweiundzwanzigpunkt. Eine gute Freundin von mir ist ein Zweiundzwanzigpunkt, sie heißt Sonnchen, weil sie so gelb ist wie die Sonne. Ich habe sie einmal gefragt, wann sie und ihre Familie Winterschlaf machen. Sonnchen sagt, dass der Winterschlaf anfängt, sobald es im Herbst kälter wird. Dann suchen sie und ihre Familie und alle anderen Zweiundzwanzigpunkte ein sicheres Versteck. Und dort bleiben sie dann ganz dicht beieinander, bis es warm genug für sie wird, um auf Nahrungssuche zu gehen. Sonnchen hat mir gesagt, dass man ihre Freunde am besten dort lässt, wo sie sind, denn sie brauchen den ganzen Winter, um sich auszuruhen. Wenn ihr also zu früh einige von der Gruppe wegnehmen würdet, so finden sie vielleicht später nicht zurück oder sie sind ganz verwirrt, weil sie nicht genug schlafen konnten. Das kennt ihr bestimmt auch, wenn ihr mitten in der Nacht geweckt werdet, zum Beispiel, weil Mama und Papa mit euch in den Urlaub fahren wollen. Da fühlt man sich ganz komisch. Und so ist es auch für die Käfer, die ihr im Wald unter dem Laub findet.
Am besten wartet ihr, bis es warm ist, dann könnt ihr auch einen Marienkäfer oder einen Zweiundzwanzigpunkt aufsammeln und euch genauer anschauen. Denn wenn ihr sie alleine und auf Blumen findet, dann sind sie munter und ausgeschlafen!

  1. Anfrage an Himbert