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Kinder-Garten im Kindergarten. Gemeinsam Vielfalt entdecken!

  • Foto: Daniel Schaarschmidt
    Foto: Daniel Schaarschmidt

Holzbiene

Wir haben so eine wunderschöne Hummel mit blauen Flügeln und einem grauen Rücken bei uns im Garten gesehen. Wie heißt sie und welchen Nektar mag sie gerne?

Wow, das ist ja toll: So ein Insekt habe ich noch nie gesehen. Weil es bis auf die blau-violetten Flügel Ähnlichkeit mit meiner Freundin Hannah hat, habe ich die mal gefragt. Hannah ist eine Hummel, und sie war ein bisschen sauer, dass sie Ähnlichkeit mit dem unbekannten Flugobjekt in eurem Garten haben soll. Sie wusste nämlich sofort zu berichten, dass es sich um eine Wildbiene handelt: die große, blaue Holzbiene. Sie ist eine eher entfernte Verwandte von ihr. Hannah hat mir erzählt, dass sie es ein bisschen komisch findet, dass diese Holzbiene, die von fast allen Hummeln um ihre Schönheit beneidet wird, ganz allein in einem schon ziemlich alten Holzstamm lebt.

  • Foto: Daniel Schaarschmidt
    Foto: Daniel Schaarschmidt
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Hannah hingegen wohnt mit sehr vielen Geschwistern, Tanten und Onkeln zusammen in einem Sandloch. Manchmal ist Hannah das ständige Gebrumme ein bisschen zu laut, aber eigentlich fühlt sie sich doch ziemlich wohl mit ihrer großen Familie. Naja, da braucht man gar nicht lange drüber nachzudenken. Hannah und ich haben beide von unseren Eltern gelernt: Jedes Insekt ist anders, das macht die Welt bunt und vielseitig.

Apropos vielseitig: Ihr könnt echt stolz sein auf euren Garten, denn so eine schöne, besondere Wildbiene wie die große Holzbiene kommt nur vorbei, wenn darin viele heimische Wildpflanzen wachsen. Die Blüten vom Muskatellersalbei locken sie besonders, aber sie nascht auch gerne den Nektar von den Blüten der Katzenminze, von Flockenblumen, Taubnesseln und anderen Blumen.

Ja und wie ihr Name schon sagt, braucht sie Holz. Wenn das schon ein bisschen morsch ist, gefällt es ihr am besten. Wie ich auf den Bildern gesehen habe, die ihr mir geschickt habt, hat sie ihr Nest in einem abgestorbenen alten Apfelbaum gebaut. Um die Tür zum Kinderzimmer für ihren Nachwuchs sicher abzuschließen, nimmt sie eine Art Spachtelmasse aus abgenagten Holzspänen vermischt mit Speichel. So sorgt sie dafür, dass die Kleinen dort in Ruhe aufwachsen können. Weil die meisten Leute altes Holz einfach wegräumen und zum Müll bringen, findet die große Holzbiene kaum noch geeignete Plätze zum Wohnungsbau. Sie steht deshalb auf einer Liste für gefährdete Tierarten und ist nur noch sehr selten in eurer Gegend unterwegs. Toll, dass ihr der schönen Biene in eurem Garten eine Wohnung zur Verfügung gestellt habt!

Himbert hilft!

Mein Name ist Himbert,

ich bin das Maskottchen vom Netzwerk "Kinder-Garten im Kindergarten". Der Naturgarten ist mein Zuhause. Da kenne ich mich aus.

Wenn ihr Fragen zu eurem Kinder-Garten oder zur biologischen Vielfalt habt, meldet euch bei mir.

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