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Kinder-Garten im Kindergarten. Gemeinsam Vielfalt entdecken!

  • Foto: Daniel Schaarschmidt
    Foto: Daniel Schaarschmidt

Rosengallwespe

Wir haben in unserer Rosenhecke eine wunderschönes behaartes „Knäul“ gefunden, von dem wir ein Bild schicken. Es ist keine Rose, aber was dann?

Als ich mir euer Bild angeschaut habe, dachte ich mir gleich: Ihr habt bestimmt toll blühende Wildrosen bei euch im Garten stehen! Was ihr da gefunden habt, ist nämlich das Kinderzimmer vom Nachwuchs der „Gemeinen Rosengallwespe“. Und die behaarte Kugel auf eurem Bild nennt man Galle. Aber das klingt nicht sehr schön, deswegen mag ich den Namen Rosenapfel viel lieber. So nennt man das Knäul auch.

  • So schick sieht die Rosengallwespe aus. Foto: Thiotrix - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19527560
  • Die kleinen Larven haben hier ein gemütliches Zuhause. Foto: Frank Vincentz - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2623490

Die Rosengallwespe ist ungefährlich

Der Rosengallwespe gefallen Wildrosen als Kinderstube besonders gut. Sie heißt übrigens nicht „Gemeine Rosengallwespe“, weil sie fies ist und jeden, den sie sieht, sofort sticht. Wenn ihr sie nicht ärgert, ist sie total friedlich. Gemein ist nur ein anderes Wort für „normal“: eine ganz normale Wespe.

Wie alle Wespenarten, entwickeln sich auch die Rosengallwespen aus Larven und die brauchen etwas zu essen, damit sie groß und stark werden. Weil sich Rosengallwepsen im April und Mai die Knospen der Rose zum Ablegen ihrer Eier und als Wohnort für ihre Larven aussuchen, haben sie auch ihren Namen bekommen. Die Knospen der Rose werden sehr groß, wenn sie zur Heimat der kleinen Gallwespenlarven geworden sind und bilden solch behaarte Kugeln wie auf eurem Bild. Die Larven leben und essen dann das ganze Jahr über in der Kugel bis sie im nächsten Frühjahr zu erwachsenen Rosengallwespen geworden sind. Der Rose macht es auch gar nichts aus, dass sie Gäste in ihren Knospen hat. Siewächst ganz unbeirrt weiter.

Ich muss euch auch noch ein Geheimnis verraten: Früher hat man auch Schlafapfel zu den Haarkugeln an der Rose gesagt, weil er unter das Kopfkissen gelegt wurde und für tiefen Schlaf sorgen sollte. Vielleicht hat ja auch Dornröschen so einen Schlafapfel unter dem Kissen gehabt?

Himbert hilft!

Mein Name ist Himbert,

ich bin das Maskottchen vom Netzwerk "Kinder-Garten im Kindergarten". Der Naturgarten ist mein Zuhause. Da kenne ich mich aus.

Wenn ihr Fragen zu eurem Kinder-Garten oder zur biologischen Vielfalt habt, meldet euch bei mir.

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  1. Anfrage an Himbert