leben.natur.vielfalt - das Bundesprogramm

Kinder-Garten im Kindergarten. Gemeinsam Vielfalt entdecken!

Naturerfahrung-Workshop

Naturerfahrung mit allen Sinnen

In diesem Workshop wollen wir Erziehende (und Kinder) neugierig machen auf die biologische Vielfalt in ihrer direkten Umgebung.

Wie fühlt sich die Rinde des Baumes im Kindergarten an? Kann man die eingesäten Kräuter auch mit geschlossenen Augen am Geruch erkennen? Und wer hat da am Blatt gefressen? Der Schlüssel dieses Workshop-Angebots liegt im eigenen Erleben.

Das Außengelände des Kindergartens und der selbst gestaltete Garten bieten Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen. Häufig sind sie nicht auf den ersten Blick sichtbar. Umso spannender ist es, die direkte Umgebung zu erforschen und mit allen Sinnen zu erfahren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen auf das Außengelände und hören zu, fassen an, riechen, schmecken und schauen mit offenen Augen. Über das ganze Jahr hinweg können sie mit den Kindern gemeinsam den Kreislauf des Lebens von Pflanzen und Tieren beobachten. Wer aufmerksam alle Sinne nutzt, erlebt die lebendige Vielfalt der Natur und fühlt sich mit ihr verbunden.

  • Zu Beginn gab es Hintergrund-Informationen. Was ist Biodiversität und warum ist sie gefährdet? Warum ist Naturerfahrung für Kinder (und Erwachsene) so wichtig? Um das selbst zu erfahren, hieß es nach dem kurzen Vortrag: Jacken an und auf in den schönen Garten!
  • Die erste Aufgabe: Jeder soll etwas sammeln, das ihn in der Natur besonders anspricht. Das Außengelände des Waldorfkindergartens bietet da jede Menge Möglichkeiten zum Suchen und Entdecken.
  • Anschließend berichteten alle, was sie gesammelt hatten: Ein Stück Holz, einen schönen Stein, ein Blatt oder ein kleines Stück Kohle von der Feuerstelle. Alle Teilnehmerinnen stellten sich kurz vor und sagten, was sie von dem Tag erwarteten.
  • Und los geht’s mit der Praxis: In kleinen Gruppen bekamen die Erzieherinnen Aufgaben und Spielideen zum Thema Naturerfahrung.
  • Als „Blinde Raupe“ ging es für diese Gruppe auf Entdeckertour: Mit geschlossenen Augen wurden sie von einer „sehenden“ Person über das Außengelände geführt. Die Umgebung kann dann nur gehört, gerochen und ertastet werden.
  • In einer anderen Gruppe ging es um das „Netz der biologischen Vielfalt“. So werden Zusammenhänge in Ökosystemen deutlich und leicht verständlich gemacht. Lässt eine Person los, fällt das ganze Netz zusammen. So ähnlich ist es auch in der Natur: Wenn ein Tier oder eine Pflanzenart ausstirbt, leidet ein ganzes System.
  • Die Großen wieder ganz klein: Auf der „Sitzwurst“ aus Kokosfasern kann man sich bequem einen Moment ausruhen. Eine tolle und wetterfeste Idee zum Sitzen im Garten!
  • Jeder erfährt Natur ganz anders und individuell, das sieht man am Ergebnis dieser Gruppe. Die Teilnehmerinnen hatten die Aufgabe, im ganzen Garten gezielt Dinge nach deren Eigenschaften zu suchen. So fanden sie etwas Weiches, Hartes, etwas das piekst und auch etwas, das überhaupt nicht in einen Garten gehört.
  • ...und weil zu den Sinnen auch das Schmecken gehört, gab es für alle noch leckeren Kaffee, Tee und Kuchen. So schmeckt Natur natürlich am allerbesten!